Die Beliebtheit der Omega-3-Präparate ist seit Jahren ununterbrochen und sie nimmt sogar zu. Nach den Angaben von Euromonitor International – eines der führenden strategischen Marktforschungsinstitute der Welt – ist der Verkauf von Omega-3-Grundstoffen zwischen 2008 und 2009 um 10 Prozent gestiegen.

Da Omega-3 auch in Forschungskreisen starkes Interesse auslöst, und Tag für Tag neue wohltuende Wirkungen der Stoffe von der Wissenschaft ans Tageslicht gebracht werden, dienen sie heutzutage nicht mehr ausschließlich als Grundstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln sondern gelten auch als wichtige Bestandteile der Lebensmittelindustrie. Der Siegeszug von Omega-3 wird dank dieser voraussichtlich noch Jahre lang anhalten.

Mit dem Ausdruck Omega-3 (oder auch n-3) werden die Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren bezeichnet, bei denen die letzte Doppelbindung sich in der sog. n-3-Position befindet. Viele wissen nur von der Eikozapentaensäure (EPA) und von der Dokosahexansäure (DHA), dass sie in die Omaga-3-Gruppe gehören, aber es existieren auch andere aus ernährungsphysiologischen Gründen bedeutende Omega-3-Fettsäuren (z.B. die Alpha-Linolensäure und die Stearidonsäure).

Omega-3-Fettsäuren verfügen über unzählbar viele physiologische Vorteile. Forschungsuntersuchungen ergaben, dass sie senkend auf den Blutfettspiegel wirken, weiterhin wurden mehrere zahlreiche andere wohltuende Wirkungen auf das Herz- und Adersystem(z.B. Blutdrucksenkung) beschrieben.

Die sich aus EPA bildenden sog. Eikozanoide dämpfen Entzündungsprozesse, wodurch sie sich bei der Prävention einiger Herzkrankheiten (Erkrankungen der Herzkranzgefäße) als wirksam erwiesen, aber auch im Falle der Behandlung von Gelenkentzündungen, entzündlichenDarmerkrankungen oder sogar der Schuppenflächte.

DHA setzt sich in den Zellen des Nervensystems fest, was vor der Geburt, bzw. im Neugeborenen- und Kindesalter von besonders großer Bedeutung ist, da es einer der Schlüsselfaktoren der gesunden Entwicklung des Nervensystems ist. Dieselbe Wirkung von Omega-3 kann auch im hohen Alter im Zusammenhang mit dem psychischen Verfall nützlich sein. Es wurde weiterhin über weitere vielversprechende Ergebnisse im Falle der ergänzenden Behandlung von mentalen Symptomen (z.B. Depressionen) berichtet.

EPA und DHA sind vielleicht deswegen so bekannt, da bestimmte Fischsorten als ihre typischen Quellen gelten und deshalb beide Fettsäuren in den auf dem Markt kaufbaren Fischöl-Produkten zu finden sind. Es ist wissenswert, dass Fischöl nicht ausschließlich aus Omega-3-Fettsäuren besteht. Je höher die Konzentration dieser Stoffe in einer Einheit Fischöl ist, als desto konzentrierter gilt das Produkt.

Die wachsende Beliebtheit der Omega-3-Präparate hat auch erfordert, dass sich parallel zu den Erwartungen auch die Technologie entwickelt. Bei den neuen, zeitgemäßen Produkten werden die Grundstoffe mithilfe der sog. Molekulardestillation gesäubert. Dieser auf niedrigerer Temperatur erfolgende Prozess ist im Gegensatz zu den älteren Methoden äußerst schonend, der das Fischöl von solchen schädlichen Wirkungen, wie z.B. von der Oxidation schützt, weswegen dem entgültigen Produkt auch weniger Antioxidantien hinzugefügt werden müssen. Der Prozess der Molekulardestillation ist zwar nicht billig, erzeugt jedoch stabileres, saubereres, konzentrierteres Fischöl.