Nach einer WHO-Analyse sterben die Meisten von den Leuten an Herz- und Kreislaufkrankheiten unter den nicht ansteckenden Krankheiten. Die besten Kennzeichen dieser Krankheiten sind der Cholesterinspiegel (LDL und HDL), als „Blutfette“ (Lipiden) genannt, beziehungsweise der Triglyzeridspiegel (aus der Nahrung im Blut resorbiertes Fett).

Das Cholesterin ist ein unerlässlicher Bestandteil unserer Zellen, es ist die Anfangsverbindung einiger Hormone und Enzyme. Unsere Nahrung deckt reichlich den Tagesbedarf an ihm, aber auch der Organismus stellt es Tag für Tag her. Das im Blut transportierende Cholesterin kann in verschiedene Gruppen geteilt werden. Die deutlichste Einteilung umfasst das gute Cholesterin (HDL) und das schlechte Cholesterin (LDL). Das erste transportiert das Cholesterin aus dem Blut in die Leber (also verringert die Fettmenge im Blut), das zweite transportiert es aus der Leber in die Gewebezellen.

Wenn der LDL-Spiegel hoch ist, besteht die Gefahr, dass das Cholesterin in den Arterien abgelagert wird, die Herzfunktion erschwert wird und langfristig zur Arteriesklerose (Arterienverkalkung) kommen kann, deren Folgen der hohe Blutdruck oder der Herzinfarkt sein können. Diese Risikofaktoren können zum Glück durch regelmäßige Reihenuntersuchungen gefolgt werden.

Wenn es bei den ärztlichen Untersuchungen Abweichungen auftauchen, können verschiedene Lösungen in Frage kommen: Diät, alternative Lösungen, sogar auch Behandlung mit Medikamenten. Bei schwachen Symptomen beziehungsweise als Prävention ist es aber zweckmäßiger, die sanften Lösungen auszuprobieren wie zum Beispiel die physikalische Aktivität zu erhöhen, die Ernährung zu ändern und die Möglichkeiten in der Natur auszuprobieren.

Der Knoblauch ist seit langem ein bekannter und beliebter Teil der Hausapotheke. Auch nach mehreren Studien verringert er den „schlechten“ Cholesterinspiegel (LDL), während er den „guten“ Cholesterinspiegel (HDL) erhöht. Nach einer Studie in Polen aus dem Jahr 2008 hat der Knoblauch schon in kurzer Zeit den LDL-Cholesterinspiegel verringert, während er den HDL-Cholesterinspiegel erhöht hat. In einer anderen Forschung aus dem Jahr 2007 wurde auch das gleiche Ergebnis festgestellt, obwohl dabei auch bei dem Triglyzeridspiegel eine positive Änderung festgestellt worden ist.

Einige Produkte kombinieren die wohltuende Wirkung des Knoblauchs mit anderen den Cholesterinspiegel sinkenden Wirkstoffen zum Beispiel mit Apfelpektin. Die im Wasser lösenden Fasern, so auch das Pektin, sind fähig, das Cholesterin in Lebersäure zu binden und zu verhindern, damit sie aus dem Dünndarm in den Kreislauf zurück gelangen, dessen Folge ist, dass die Leber gezwungen ist, diesen „Verlust“ aus Blut zu ersetzen und dadurch wird der Cholesterinspiegel gesenkt.

Die andere natürliche Wirkungsstoffgruppe, die vielmals untersucht wurde und zu hoffnungsvollen Ergebnissen geführt hat, bilden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie zum Beispiel auch die EPA und die DHA, die zu den Omega-3-Fettsäuren gehören. In mehreren Studien wurde bewiesen, dass es eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel ausgeübt wird, wenn in der Kostform mit der Senkung der gesättigten Fetten die Menge der ungesättigten Fettsäuren parallel steigt.

Das könnten wir auf die natürlichste Art und Weise mit Konsum von Meeresfischen decken. Diejenigen, die an die entsprechende Menge nicht kommen können, könnte ein gut gewähltes Nahrungsergänzungsmittel eine perfekte Alternative bedeuten, das diese guten Fettsäuren so enthält, dass es inzwischen die möglichst wenigen „sonstigen“ (z. B. gesättigten) Fettsäuren in den Organismus transportiert. Heutzutage steht ein Mittel schon zur Verfügung, das durch molekulare Destillation gereinigt ist, auch konzentriert Omega-3-Fettsäure enthält.

Der Nopal (Feigenkaktus), der sich großer Beliebtheit erfreut, ist der Gegenstand von zahlreichen Studien wegen seiner positiven Wirkung auf Gesundheit. In mehreren von diesen Studien wurden die Schlussfolgerungen gezogen, dass er wirksam auf die Bewahrung des gesunden Cholesterinspiegels sein kann. Nach diesen Studien ist das im Nopal vorhandene Pektin durch die Funktionssteigerung der Enzyme in der Leber – also nicht durch die „Bindung“ des Cholesterins – fähig, den LDL-Spiegel zu senken.

Die Chorella und Spirulina Algen sind für Sie auch bestimmt bekannt. Beide Algenarten sind wertvolle Eiweiß-, Mineralstoff- und Fasernquellen, aber nach den Ergebnissen können sie auch beim Erreichen des gesunden Bluttfettspiegels helfen. In einer Forschung im Jahr 2008 wurde bei den Teilnehmern zum Beispiel der Triglyzerid- und Gesamtcholesterinspiegel so gesenkt, dass der HDL-Cholesterinspiegel inzwischen gestiegen ist.

Aus den neuesten Ergebnissen können wir darauf folgern, dass die Probiotika mit der Senkung des Cholesterinspiegels unsere Gesundheit auch fördern können. Die Forschungen haben darauf hingewiesen, dass bestimmte Arten wie zum Beispiel Lactobacillus acidophilus sind dazu fähig, Lebersäuren so umgestalten, dass sie nicht zurückgezogen werden, sondern mit Stuhlgang entleert werden.

Das Ergebnis ist, dass die Leber freies Cholesterin aus dem Blut bei der Gallenproduktion verwendet, wodurch der Cholesterinspiegel gesenkt wird. Wenn wir unsere Kostform mit Fasern (wie zum Beispiel Psyllium) auch ergänzen, können wir die positive Wirkung von Lactobacillus acidophilus auf den Bluttfettspiegel steigern. Nach weiteren Studien können die zu den Prebiotika eingestuften Fructo-Oligosaccharide den Gesamtcholesterinspiegel auch positiv beeinflussen.

Die oben genannten Wirkungsstoffe können eine große Rolle bei der Prävention ohne Zweifel haben, aber es ist auch zu sehen, dass sie auch bei der Behandlung von schwachen Symptomen von besonderer Bedeutung sein können. Bevor wir also mit der aggressiven Therapie mit Medikamenten anfangen – natürlich mit unserem Arzt vereinbart –, haben wir zahlreiche Möglichkeiten zu den natürlichen Lösungen, sänftere Methoden auszuprobieren. Warum würden wir denn diese Möglichkeit nicht wahrnehmen?